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2nd Austrian Major Cup


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Major Cup 2008 -  Gruppenfoto

Rechtzeitig vor dem Start der Europameisterschaft gab sich die Musikbranche mit ihren All-Stars noch schnell die Ehre, bevor die internationalen Profis den Rasen erobern. Der Major Cup, mittlerweile in der zweiten Ausgabe vertreten, fand am 16. Mai bei strahlendem Wetter im niederösterreichischen Markersdorf statt. Trotz der etwas unorthodoxen Wahl des Austragungsortes fanden viele eingefleischte Fans zum bunten Treiben der ansonsten mit CD’s und Platten bewaffneten Musikfreaks. Der SC Markersdorf lockte mit allerlei gegrillten Köstlichkeiten und kühlem Gerstensaft zu einem weiteren Spektakel der Sonderklasse. Im Gegensatz zum ersten Major Cup, der vergangenen November stattfand, war das Wetter diesmal den Athleten gewogen. Bei strahlendem Sonnenschein und mit bester Laune liefen die Recken unter der fachmännischen Führung der entsprechenden Kapitäne Peter Schilling (SonyBMG), Günter Unger (Warner Music), Mike Riglthaler (Libro) und Thomas Schuster (Universal Music) ein, um den begehrten Pokal – Gerüchten zufolge mit stolzem Fassungsvermögen für zwei Liter hochprozentiger Flüssigkeit – für sich zu erobern.

Die Libro Dragons waren wieder wie gewohnt mit den Müttern aller Fans angereist, man vernahm Anfeuerungsrufe durch Megaphone, die ansonsten nur im Falle ausgewachsener Naturkatastrophen eingesetzt werden sollten. Die Mannschaft von Warner lief mit azurblauen Trickots ein und setzte damit ein Zeichen für guten Geschmack. Die Spieler von SonyBMG gaben sich betont profesionell, wie es sich für den Titelverteidiger gehört. In den Spielpausen konnte man die Idole dieser Kampfmannschaft bestaunen, tauschten sie doch mit großem Enthusiasmus EM-Pickerl. Musikschwergewicht Universal Music war zum ersten Mal dabei, die roten Dressen und der Ausdruck in den Augen der Spieler verrieten jedoch, dass sie keinen Millimeter des Platzes ohne Kampf herzugeben bereit wären.

Bereits im ersten Spiel SonyBMG gegen die Libro Dragons zeichnete sich die überlegene Stärke der Plattenjungs gegen die Meister der Händlerliga ab. Auch die bedrohliche Rückennummer „666“ von Mike Riglthaler vermochte nicht, den Gegner in die Knie zu zwingen. Das anschließende Match Universal Music gegen Warner Music ließ die roten Recken vom Schwarzenbergplatz gleich zu Beginn den schalen Geschmack der Niederlage spüren, konnte das azurblaue Warner-Team dank der Initiative von Torjäger Lorenzo Al Dino doch mit sieben Toren und nur einem Gegentor das Spiel haushoch für sich entscheiden.

Bei aller Konkurrenz – oder nennen wir es euphemistisch „Mitbewerb“ – war das Turnier doch maßgeblich von einem geprägt: Fairness. Dank der richtigen Einstellung aller Spieler und einer herausragenden Schiedsrichterleistung konnte im Anschluss bei Grillgut und Bier noch so richtig gefeiert werden und der verdiente Sieg von SonyBMG wurde gebührend begossen. Zweiter wurden die Libro Dragons, dritter Warner Music und vierter Platz ging an Universal Music. Bleibt nur zu hoffen, dass uns alle Mannschaften bis zum nächsten Major Cup in voller Stärke erhalten bleiben und beim nächsten Mal wieder mit diesem Elan und guter Laune auf den Platz treten.

musikalisches Massensterben zur EM


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Update, 20.05.2008|23:33:
Nachdem dieser Blog bei Google als erstes bei der Suchanfrage nach „heinz em song“ etc. angezeigt wird,
hier gehts zum „Wunder von Wien“ von Heinz aus Wien: http://www.myspace.com/heinzauswien !
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In Österreich geht’s seit Monaten rund, im wahrsten Sinne des Wortes. Plötzlich scheint sich alles nur mehr um das runde Leder und das Thema Fußball zu drehen. Die wahnwitzigsten Werbeideen werden umgesetzt und als mediale Totgeburt ins Schaufenster gestellt bzw. an den Plakatwänden der fußballgeilen Nation präsentiert. Es wird versucht, die möglichsten und unmöglichsten Dinge mit der populären Sportart zu verbinden. Tageszeitungen rühmen sich damit, das Recht, die nationalen Hoheitszeichen als Fahne auf seinem Auto präsentieren zu dürfen, durchgesetzt zu haben. Ein fröhliches Nationenraten im Stau, der Patriotismus trieft 13 Tage vor der EM bereits aus allen Poren, eine Euphorie, die in diesem Land ansonsten nur während der Wintermonate einsetzt, wenn die Ski-Nation Österreich wieder mal kräftig auf den Putz haut.

Und natürlich darf auch die passende Musik zu diesem Großereignis nicht fehlen, schließlich feiern wir nicht alle Tage „Wir sind Gastgeber!“. Doch vorsicht, nicht alles, was uns heut zu Tage als Musik verkauft wird, sieht die UEFA als Stadiontauglich: Im Stadion gelten strenge Richtlinien (so wie auch für die Werbung, hier eine Liste der geschützten Begriffe), was gespielt werden darf und was nicht. Dafür gibt’s einen Haufen offizieller und inoffizieller EM-Hymnen, die, wenn schon nicht im Stadion, dann wohl abseits davon ihren Weg zu den Fans finden werden.

Der offizielle Song stammt von Shaggy, die Präsentation des Songs fand dann in der österreichischen Botschaft in Berlin statt. Eine vielleicht etwas komische Location angesichts der Tatsache, dass die Europameisterschaft ja eigentlich in Österreich und der Schweiz stattfindet. Gedreht wurde das Video dann aber doch halb auf Jamaica (quasi next door to Europe) und halb in Kärnten, also doch noch zu einem Stück in einem der Gastgeberländer. Die Diskussion um die zweisprachigen Ortstafeln hat sich zumindest im Video erledigt, dort wird einfach mit „Welcome to Carinthia/Kärnten“ auf die geografische Lage hingewiesen. Für die vielleicht nicht ganz so mit der Welt vertrauten gibts dann auch noch eine Landkarte, mit Fahnen, um explizit auf die Position der beiden Länder auf unserem Planeten hin zu weisen.

Da kann dann doch eigentlich nichts mehr schief gehen, oder? Im Shaggy-Video wird dann Österreich auch so richtig traditionell präsentiert, mit Traktor fahren, Akkordeons, so richtig „urig“ eben. Vielleicht war der Dreh in Kärnten dann Shaggy doch zuviel, so dass er sich für die Präsentation auf exterritorialem Gebiet in Berlin entschieden hat.

Nichts desto Trotz, die Nummer an sich hat ja durchaus Hit-Potential, über die Umsetzung lässt sich streiten. Vielleicht wäre es besser gewesen, einen österreichischen oder schweizer Künstler als Interpret für den EM-Song zu verpflichten. Schließlich haben wir auch in diesen beiden Ländern genug hitverdächtiges Potential für die musikalische Unterhaltung der fußball-verliebten Meute. Da wären zB noch DJ Bobo mit Olé Olé als schweizer Beitrag zum auditiven Massensterben anzuführen, oder die „Hinichen“ mit ihren Fußball-Lied (das Rating, dass dieser Song verdient, is noch gar nicht erfunden). Angesichts der bloßen Vorankündigung einer Kollboration von DJ Bobo und DJ Ötzi (die transalpine Party-Fraktion, sozusagen) zu einem gemeinsamen „Hit“ lässt die Herrschaften vom EM-Blogger wahre Freudensprünge vollziehen und im Kreis laufen.

Dann wiederum gibs noch die offizielle ÖFB-Hymne, die von unserem heimischen Pop-Flaggschiff Christina Stürmer gesungen wird. Für kick08.net ein Grund, etwas zynisch zu werden. Vielleicht nicht der Party-Knaller für die Fan-Meile, denn dafür gibt’s ja schließlich die obig erwähnten Herrschaften, aber dennoch eine nette Nummer.

Alles in allem könnte man wohl nach der EM ein 20er CD-Set mit den gesammelten Werken zur EM 2008 europäischen Fußballmeisterschaft herausbringen, quasi als Original Soundtrack vom totalen sportlichen Orgasmus dieses Jahres.

Tja, da bleibt wohl nur noch zu sagen, liebe Kollegen im Norden, ihr seid Papst, wir sind EM! (wer’s hier wohl leichter hat?)

Hier hätten wir dann noch eine Liste der „Must-Have“ Hits für den Fußballfan und zu guter letzt noch die allbewährten Heinz aus Wien mit Wunder von Wien, der wohl alternativste Song zur EM 2008 Fußball-Europameisterschaft, wobei hier alternativ als Qualitätsprädikat zu gelten hat, im internationalen Vergleich (siehe oben).